TSV Turnen

Zu Beginn des Jubiläumsjahres zählte die Turnabteilung insgesamt 740 weibliche und 360 männliche Mitglieder, oder 497 Kinder und Jugendliche und 603 Erwachsene. Neben dem Kunstturnen und Breitensport sind die Sportarten Badminton und Volleyball sowie das Wandern integriert. Den wöchentlichen Übungsbetrieb erhalten 28 Übungsleiter und 4 jugendliche Gruppenhelfer in der TSV-Turnhalle in Schulturnhallen sowie im Sportzentrum Martinsee aufrecht.

Die Entwicklung im weiblichen und männlichen Kunst-turnen ist in der Chronik, die anläßlich des 120jährigen Bestehens der TSV geschrieben wurde, festgehalten, weswegen es sich erübrigt, erneut darauf einzugehen.

Gymnastik

Die Mitgliederentwicklung in den letzten 25 Jahren hatte ebenso wie im Deutschen Turnerbund einen starken Anstieg im Frauenbereich zu verzeichnen. Gesundheitsbewußte Frauen drängten in die Gym-nastikstunden der Turnvereine - es gab damals noch keine Fitneß-Studios. Schon bald war die TSV-Turnhalle zu klein, weswegen eine zweite Übungsstunde in der neu erbauten Turnhalle der Adolf-Reichwein-Schule eingerichtet werden mußte, die überwiegend von neu nach Heusenstamm zugezogenen Mitbürgerinnen wahrgenommen wurde. Übungsleiter waren in der TSV-Turnhalle Hannelore Jaschek und in der Adolf-Reichwein-Schule Marliese Beier, die 1972 die Gruppe von Heinz Höf übernahm. Nachfolgerin von Hannelore Jaschek, die krankheitsbedingt 1982 ihre Übungsleiter-Tätigkeit aufgeben mußte, wurde Elfriede Hainz. Gemeinsam mit Ursula Kreuzer betreut sie bis heute die Übungsstunde, ebenso die 1978 ins Leben gerufene Nachmittags-stunde für nicht berufstätige Frauen.

Nach Einweihung der Kunstturnhalle Martinsee konnte 1983 eine Vormittagsstunde angeboten werden, die von Marliese Beier geleitet wird. Der Welle der Jazzgymnastik schwappte 1977 auch in die TSV über, zumal sich mit Renate Brehm eine kompetente Fachfrau anbot. Nach 15 Jahren erfolgreicher Arbeit übergab sie die Gruppe an eine Jüngere, Donate Steininger.

Rhythmische Gymnastik auch Kindern und Jugendlichen nahebringen ob als Wettkampfsport oder Gruppengestaltung war eine Aufgabe, der sich Marliese Beier stellte, als sie 1980 mit der Grundausbildung begann. Besonders die Gymnastik mit den Bändern fasziniert. Außenstehende immer wieder, aber erst in der Praxis zeigt sich, daß der Weg zu einer guten Bewegung weit und anstrengend ist. Eine kleine Gruppe hat durchgehalten und schon viele schöne Gymnastik-Vorführungen gezeigt.

Ebenso existiert noch eine kleine Gruppe, die Wettkampfgymnastik bestreitet.

Um ehemalige aktive Turnerinnen und Turner aus ihrer passiven Mitgliedschaft zu locken, wurde eine Senioren-Gymnastikgruppe gegründet. Einige der Turnerinnen machten mit, die Turner waren nicht zu reaktivieren. Dafür konnten viele Neumitglieder gewonnen werden, die regelmäßig - auch in den Ferien - auf ihrer wöchentlichen Übungsstunde unter Leitung von Marliese Beier bestehen. Im Jahre 1995 konnte bereits das 10jährige Bestehen begangen werden.

Dem neuen Trend Fitneß und Gesundheit stand der Vorstand der Turnabteilung offen gegenüber. So wurde nach mehreren Kursen Rückenschule eine Wirbelsäulengymnastik-Stunde angeboten, die für Männer und Frauen jeden Alters offen steht und von Ursula Post geleitet wird.

Aerobic, das jüngste Kind der Turnabteilung, war der große Renner, als 1995 Angela Schmidt mit dem Trainerschein in der Tasche erste Schnupperkurse anbieten konnte. Für Teenager ab 12 Jahren hatten wir endlich ein Angebot, das bald erweitert werden mußte für Erwachsene mit einer zweiten Aerobic-Trainerin, Silvia Kreuzer-Lampert, die in einer weiteren Stunde Step-Aerobic vermittelt.

Männerturnen

Als in den 60er Jahren der Deutsche Turnerbund die Männer aktivieren wollte, wurde der Begriff "Jedermann-Turnen" geboren. In der TSV ergriff 1965 Friedel Bauer die Initiative und rief mit dem neu ausgebildeten Turnlehrer Heinz Höf als Übungsleiter die Jedermann-Gruppe ins Leben. Neben der Gymnastik haben sich diese Aktiven hauptsächlich dem Volleyballspiel verschrieben, das sie mit großem Eifer betreiben. So wurde 1984 im Turngarten mit viel persönlichem Einsatz ein Volleyball-Feld gebaut. Der Vorstand der Turnabteilung profitiert von dieser Gruppe, denn es können immer wieder Männer für die ehrenamtliche Mitarbeit gewonnen werden. Eine weitere Gruppe und zwar für Männer und Frauen konnte 1996 mit der Übungsleiterin Andrea Emmel gegründet werden.

Kinderturnen

Das Kinderturnen nimmt im Angebot der Turnabtei-lung großen Raum ein. Im Rahmen einer ABM-Maßnahme des Hessischen Turnverbandes wurde das Schnupperangebot für Eltern/Kind-Turnen 1990 als feste Einrichtung ins Programm übernommen. Schon bald nach der Gründung mußte die Übungsleiterin Elke Stern eine zweite Stunde anbieten. Bis heute besteht eine Warteliste, da mehr als 20 Kinder         mit ihren Müttern oder Vätern nicht betreut werden können.

Auf Wunsch wechseln die Kinder mit 3 Jahren zu den Kleinkindern, die in 3 Gruppen aufgeteilt sind, da auch hier mit bis zu 30 Kindern pro Gruppe die obere Grenze erreicht ist. Je 2 Übungsleiterinnen und/oder Helferinnen sorgen für die Betreuung.

Mit Schulbeginn werden die Kinder nach Geschlechtern getrennt betreut. Die Mädchen werden je nach Leistungsvermögen in die Förderstufe aufgenommen oder turnen in den Breitensportgruppen. Auch diese Gruppen sind bei 20 - 30 Teilnehmern jeweils mit Übungsleiterin und Helferin versorgt.

In der Förderstufe betreiben die Mädchen wettkampf-orientiertes Training im Breitensport. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, daß aus diesen Gruppen immer wieder Übungsleiterinnen als Nachwuchs gewonnen werden konnten, weswegen diesem Zweig unsere besondere Aufmerksamkeit gilt.

Mit den Übungsleiterinnen Beate Hartmann, Christine Ruppert und Sabine Baier haben wir engagierte Übungsleiterinnen, die ihre Kinder für die Wettkämpfe des Gauturnfestes vorbereiten und begleiten. So konnten die Teilnehmerzahlen in den letzten Jahren stark erhöht werden. Auch die Eltern der Kinder sehen den Tag des Kinderturnfestes als Familienausflug und unterstützen die Übungsleiter bei der Betreuung.

Geselligkeit

In den einzelnen Gruppen, besonders bei den erwachsenen Mitgliedern, wird die Geselligkeit individuell gepflegt. Sehr beliebt sind die Jahresausflüge und Weihnachtsfeiern und in den letzten Jahren die Fahrradtouren der Frauengruppen während der Sommerferien.

Die Sommer- und Spielfeste der vergangenen Jahre erfreuten sich besonderer Beliebtheit. Der Vorstand sorgte für den geselligen Rahmen, die Übungsleiter für die Unterhaltung in Form von Vorführungen oder Spielangeboten. Das Freigelände neben der Turnhalle bietet sich für solche Veranstaltungen geradezu an.

Großen Zuspruch fanden die Spielnachmittage in den Sommerferien für die Kinder. Mit Unterstützung der Stadt Heusenstamm sowie vielen Helfern und Helferinnen bereiteten die Übungsleiterinnen und Übungsleiter mit der Oberturnwartin die Nachmittage vor und boten damit vielen Heusenstammer Kindern, die nicht in Urlaub fahren konnten, abwechslungsreiche Ferientage.

Mit Wehmut mußte die Turnabteilung 1990 von einer lieb gewordenen kulturellen Veranstaltung Abschied nehmen. 11 Jahre hatten die Jugendturnerinnen, zunächst unter Leitung von Marliese Beier, dann mit Elvira Henning und Andrea Höf für die Turnkinder in der Adventszeit ein Märchenspiel einstudiert und aufgeführt. Es entstand eine große Lücke, die von den Nikolausfeiern nicht ausgefüllt werden konnte.

Ein Treffpunkt für alle Abteilungen war zum Jahresausklang die allseits beliebte Weihnachtsfeier. Nach einer auferlegten Pause wird sich vielleicht in den nächsten Jahren wieder ein Organisationsteam finden, das diese Tradition fortsetzt.

Turnfeste

Landesturnfeste und mehr noch Deutsche Turnfeste sind Höhepunkte im turnerischen Leben. Neben den Wettkämpfen und Meisterschaften in den Sport-bereichen bieten sie Treffen mit vielen Gleich-gesinnten, ein großes kulturelles Angebot und - in den letzten Jahren verstärkt - eine Weiterbildungs-börse für die Übungsleiter, die ihresgleichen sucht.

TSV Jedermann-Gruppe

Angeregt durch die großen Erfolge der Kunstturner, hat sich in den 60er Jahren ein langjähriges aktives Vereinsmitglied Gedanken darüber gemacht, wie ehemalige Aktive reaktiviert und neue Mitglieder für die TSV gewonnen werden könnten. Bei einem Spaziergang durch den Heusenstammer Forst besprach Friedel Bauer seine Initiative mit Heinz Höf, der sofort bereit war, als Übungsleiter der neuen Gruppe zu fungieren. Höf bereitete sich damals gerade in der Deutschen Turnschule in Frankfurt bei Adalbert Dickhut auf seine Prüfung zum Turn- und Sportlehrer vor. 1965 erblickte dann die Jedermann-Gruppe das Licht der Welt. In den ersten Jahren stand Bauer an der Spitze der Freizeitsportler. Abgesehen von einer zweijährigen Pause (1974 bis 1976), in der Ernst Eiermann diese Funktion ausübte, betreute Bauer bis Ende 1997 - also mehr als 30 Jahre lang - die “Jedermänner”.

Zum Auftakt im Jahre 1965 wurden vier Federballschläger und zwei dazugehörige Netze erworben. Die Kosten bestritten die Mitglieder aus der eigenen Tasche. Sehr bald schon konnten sich Friedel Bauer und Franz Höf über regen Zulauf freuen. Neben bekannten Gesichtern erschienen aber einige neue Mitglieder (auch Neubürger) zu den Übungsstunden, die zunächst noch ohne sportlichen Leiter stattfinden mußten: Heinz Höf hatte die erforderliche Ausbildung noch nicht abgeschlossen. Nebenbei bemerkt: Auch einige Postschülerinnen fanden sich Sonntagsmorgens zum Federballspiel in der TSV-Halle ein, offenbar fehlte solches Spielgerät in der Postsporthalle...

Nachdem Höf seine Ausbildung zum Turn- und Sportlehrer abgeschlossen hatte, übernahm er wie geplant die sportliche Leitung der Jedermann-Gruppe. Dies ist auch heute, im Jubiläumsjahr 1998, noch der Fall. Unter Höf wurde das Federballspiel durch eine 45minütige Gymnastik ersetzt. Danach folgten (und folgen noch immer) klassische Turn-spiele - Prell- und Korbball. Von Beginn an wurde in der warmen Jahreszeit immer wieder der Turngarten zur Arena für Fußschlagball- und Faustballspiele. Aber auch die Geselligkeit wurde stets groß geschrieben: Nach den Spielen wurde in der Ver-einsgaststätte noch ein Bierchen getrunken, manchmal trafen sich die “Jedermänner” mit ihren Familien zum gemeinsamen Mittagessen. Übrigens: Nicht selten wurden Kinder zu den Übungsstunden im Freien mitgebracht.

Prell-, Fußschlag- und Faustball stehen jedoch schon lange nicht mehr auf dem Spielplan. Nachdem einige Jahre lang auch Fußball gespielt wurde, sehen die Übungsstunden heute folgendermaßen aus: Nach der obligatorischen Gymnastik können die Teilnehmer wahlweise im Korbball oder Hallenhockey ihre Kräfte messen. Und zum Abschluß steht das allgemein beliebte Volleyballspiel auf dem Programm. Eine Besonderheit war dabei zweifelsohne der       Einsatz des mittlerweile verstorbenen August     Gußmann, der noch mit 77 Jahren zum Aufschlag ansetzte...

Im Sommer 1984 haben die “Jedermänner” zusammen mit den Vereinsvolleyballern im Turngarten     ein Kunstrasenfeld angelegt, etwas später wurde auch die dazugehörige Lichtanlage installliert             - alles in Eigenhilfe, was in der heutigen Dienstleistungsgesellschaft durchaus nicht selbstverständlich ist.

Eine Reihe von anderen Aktivitäten komplettierten in den vergangenen drei Jahrzehnten das Angebot der Jedermann-Gruppe. Langjährige Mitglieder werden sich beispielsweise noch an das Preiskegeln erinnern, das früher einmal jährlich gemeinsam mit den Ehefrauen der Mitglieder veranstaltet wurde. Später folgten dann die alljährlichen Busausflüge - auch an diesen durften sich die Damen beteiligen. Zu den bevorzugten Ausflugszielen gehörten der Spessart und der Odenwald. getreu der Devise: “Warum in die Ferne schweifen?” Randnotiz: 1981 machte sich die Gruppe auf zu einer Fahrt nach Österreich. Diesen Skiausflug hatte Franz Spatz, ein Enkel des langjährigen TV-Vorsitzenden Karl Eulenbach organisiert. Seither gehört die alljährliche Fahrt in die verschneiten Alpen zum festen Bestandteil des “Jedermann”-Programms.

Nicht unerwähnt dürfen mit Blick auf das gesellschaftliche Leben auch die Karnevalsveranstaltungen der “Jedermänner” bleiben. Die ersten Kostümfeste fanden im kleinen Saal der Turnhalle statt. Nachdem die Besucherzahl kontinuierlich angestiegen war, mußte aus Platzgründen ins Fußballerheim an der “Alten Linde” umgezogen werden. Übrigens wurde zu jedem gewählten Faschings-Motto eine bestimmte Dekoration erstellt. Das war einmal...

Acht Jahre sind vergangen, seit die Jedermann-Gruppe 1990 ihr 25jähriges Bestehen feiern konnte. Das kleine, aber schöne Fest fand im katholischen Vereinsheim von St. Cäcilia statt. Heute bilanziert Friedel Bauer: “Trotz aller Skepsis gegenüber Vereinen, die manche Zeitgenossen haben, sind die Vereine ein Sammelbecken für interessierte Menschen, die mit Gleichgesinnten schöne Stunden verbringen möchten. So ist es auch bei uns.” Und der Erfolg gibt den “Jedermännern” recht: Rund 150 Heusenstammer haben seit der Gründung vor 33 Jahren die Gruppe “durchlaufen”. Mittlerweile hat sich die Zahl der Mitglieder auf 50 eingependelt.

TSV Volleyball

Anfang der 70er Jahre gestaltete sich in Heusenstamm die Sportlandschaft neu. Neben den traditionellen Sportarten wie Turnen, Leichtathletik und Fußball erfuhr eine neue Sportart, das Volleyballspiel, ein reges Interesse. Der Durchbruch dieser Sportart bei den Olympischen Spielen 1972 in München war der Anlass. Ausgehend von einer Schülergruppe der Adolf-Reichwein-Schule bildete sich 1973 eine Gemeinschaft, die jeden Samstag in der TSV-Halle zu Übung und Spiel zusammen kam. Doch Training allein genügte den Heusenstammer Jungen bald nicht mehr. Sie suchten den Wettkampf mit anderen Mannschaften. So tauchte in der Kreisklasse C im Jahre 1976 erstmals eine Mannschaft unseres Vereins auf. Auf Anhieb konnte der dritte Platz erreicht werden, der zum Aufstieg in die B-Klasse berechtigte. Bis zum Jahre 1982 wurde in dieser Klasse Erfahrung gesammelt. Dann wurde der Aufstieg in die A-Klasse geschafft. Es kamen ständig neue Spieler dazu und von der Anfangsbesetzung hörten einige auf. Doch die Attraktivität der Sportart nahm ständig zu.

1979 wurden erste Kontakte zu einer Mannschaft in Hamburg geknüpft und es gab regelmäßig Besuch und Gegenbesuch bei den Turnieren in Hamburg und ab 1980 in Heusenstamm. Eine Damenmannschaft konnte aufgebaut werden und bei den Herren war so viel Nachwuchs da, dass eine zweite Mannschaft den Punktspielbetrieb aufnehmen konnte (1981). Wesentlich für diese Erweiterung war die Bereitschaft von Norbert Krebs und Stefan Appel ihren Trainerschein zu erwerben. Mit Christine Schölzel kam eine weitere Trainerin dazu, so dass auch im Damenbereich eine zweite Mannschaft angemeldet werden konnte.

Die Attraktivität der Sportart wurde gesteigert durch gesellige Unternehmungen. So weilten 1987 etwa 20 Teilnehmer im Trainingslager in der Nähe von Bordeaux in Frankreich. Zwischen den Spielrunden werden verschiedene Freiluftturniere in Mömlingen, Bingen und Belgien besucht. Seit 1990 wird ein regelmäßiger Austausch mit der Partnerstadt Tonbridge in England durchgeführt, der von Wolfram Waser organisiert wird.

Ganz breit wurde die Basis durch den Einsatz von Kerstin Meier, die erstmals Ende der 80er Jahre eine weibliche Jugendmannschaft aufbaute und mit ihr in der Punktrunde der A-Jugend startete. Mittlerweile nimmt die Jugendarbeit einen ganz breiten Raum in der Volleyballarbeit ein. In der Saison 1997/98 starten fünf Jugendmannschaften und drei Erwachsenen-teams für die TSV Heusenstamm. Auch im Freizeit-bereich betreiben seit etwa zehn Jahren ungefähr         20 Männer und Frauen den Volleyballsport und nehmen unregelmäßig an Turnierspielen teil. Mit über 100 Aktiven stellen die Volleyballer mittlerweile eine starke Gruppe innerhalb der TSV Turnabteilung dar, Tendenz steigend.

Bisherige Erfolge:

1977      Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die B-Klasse

1982      Aufstieg der Herren in die A- Klasse

1985      2. Herrenmannschaft Meister der C-Klasse und Aufsteiger in die B-Klasse.

1986      Aufstieg der 1.Herren in die Bezirksliga.

                Nach dem Abstieg 1988 erfolgte der Wiederaufstieg im Jahre 1992. Seither

                immer in der Spitzengruppe der Liga.

1992      wurde die erste Damenmannschaft ohne Punktverlust Meister der Kreisliga, die

                2. Damenmannschaft Meister der Kreisklasse.

1997      wurde die neu gebildete weibliche E-Jugend ohne Satzverlust Sieger der Punktrunde.

TSV Badminton

Seit nunmehr bereits 14 Jahren gehört auch Badminton zu den Sportangeboten, die die TSV Heusenstamm anbieten kann. Im Januar 1984 flogen die ersten Federbälle in Heusenstamms Sporthallen. An den sehr jungen Gründungsmitgliedern der Badminton-Gruppe in der TSV konnte man bereits erkennen, dass dieser rasante Sport einen besonders starken Zulauf durch junge Erwachsene, Jugendliche und Schüler erfahren würde. Die Popularität dieser “Randsportart” in der jüngeren Generation zeigt sich seit langem auch in der Aufnahme von Badminton in den Lehrplan der Schulen.

Von den Gründungsmitgliedern sind noch zwei Personen der Badminton-Gruppe treu geblieben. Claus Kurz und Bernd Brückmann.

In diesen 14 Jahren ist natürlich sehr viel passiert. Die Mitgliederzahlen schwankten zwischen 35 und 100. Leider waren es die in nur unzureichendem Maße der Badminton-Gruppe zur Verfügung stehenden Sporthallen, die ein Größer- werden dieser Gruppe verhinderten.

Dennoch konnten die “Badmintonner” unzählige Erfolge vorweisen. In dieser Sportart ist es ja ausnahmsweise der Fall, daß Mannschaften stets aus Männern und Frauen bestehen (in der Regel 4 Herrn und 2 Damen), die aber natürlich nicht gegeneinander spielen müssen. Bisher haben die Mannschaften der TSV sage und schreibe 13 Mannschaftsmeisterschaften in den unterschiedlichen Klassen eingefahren. Als Höhepunkt ist sicherlich die Meisterschaft in der Hessenliga im Jahre 1995 zu nennen. In dieser Zeit gehörte die TSV Heusenstamm in Sachen Badminton in Hessen zu den ersten Adressen.

Außer in den Mannschaften gehen die SportlerInnen aber auch bei Turnieren auf Lorbeerjagd. Hier die Erfolge aufzählen zu wollen, würde diesen kurzen Bericht sprengen. Zwei Personen griffen bei zu vergebenden Titeln aber besonders häufig zu. Zum einen Katrin Lepczyk, ein echtes Eigengewächs der Jugendarbeit der Badmintongruppe, die in der Jugend 1995 alle drei Titel (Dameneinzel, Damen-doppel und Mixed) einheimsen konnte und mittlerweile zu den besten Damen in Hessen gehört. Leider gehört Katrin Lepczyk nur noch als passives Mitglied der TSV an. Sie spielt mittlerweile für Maintal in der 2. Bundesliga. Zum anderen ist Bernd Brückmann zu nennen, der mittlerweile auf über 50 Turniererfolge kommt, darunter selbst internationale Turniere, wie z.B. die Internationalen Meisterschaften von Luxemburg, die Balearen Open und die Internat. Meisterschaften von Straßburg. Auch er schwingt seinen Schläger mittlerweile für einen anderen Verein und ist zudem der Hessische Landestrainer und als Trainer in der 1. Bundesliga tätig. Dennoch leitet er nach wie vor einen Teil des Jugendtrainings der TSV Heusenstamm.

Zur Zeit backt die Badminton-Gruppe im Bereich Leistungssport nur noch kleine Brötchen und setzt vielmehr auf eine breitensportorientierte Ausrichtung ihrer Trainingszeiten. Den ca. 35 Mitgliedern stehen vier Trainingszeiten zur Verfügung. Im Schüler und Jugendbereich ist das Gedränge zum Teil recht groß, in der Erwachsenen-Gruppe (Mittwoch 20-22 Uhr) ist aber noch für einige Personen Platz. Vielleicht verschlägt es ja auch Sie einmal in die Otto-Hahn-Schule, um einmal dem gefiederten Ball hinterherzujagen und zu beobachten, wie viel Spaß dieser Sport bereiten kann. Die Badminton-Gruppe würde sich über neue Spielpartner sehr freuen.

TSV Sportabzeichen-Gruppe

Die ersten Abnahmen für das Sportabzeichen wurden 1975 von Heinz Höf und Hans Matischak vorgenommen. Es waren zu dieser Zeit Schülerinnen der Turn-Breitensportgruppe sowie Frauen aus der Gymnastikgruppe. Weitsprung, Wurf und Kurzstrecke wurden im Turngarten, das Schwimmen von Josef Henning im Schwimmbad am Forst abgenommen, und für die Langstrecke fuhr man auf die Rosenhöhe nach Offenbach. Von 1976 - 1980 wurden alle Disziplinen von der Offenbacher Sportabzeichengruppe abgenommen. Im neu erbauten Stadium Martinsee wurden 1981 wieder eigene Prüfungen durch Hans Matischak vorgenommen. Eine eigene Sportgruppe gab es jedoch nicht.

Eine Trainingsgemeinschaft für die ganze Familie

Bei der Jahreshauptversammlung der Turnabteilung 1982 brachte ein TSV-Mitglied sein Bedauern zum Ausdruck, daß er alljährlich "fremd gehen müsse", um seine sich wiederholende Sportabzeichenprüfun-gen abzulegen. Ja, so gab man ihm zur Antwort, man habe im Augenblick niemanden, der die Lizenz bzw. die Zeit habe, solche Prüfungen abzunehmen. Natürlich sei es schade, daß ein so großer Verein nicht diese Breitensportmöglichkeit biete. Da der Anfragende zufällig selbst berechtigt war, entsprechende Prüfungen abzunehmen, und dieses für andere Gruppen auch regelmäßig tat, lag es nahe, ihn nun mit dieser Aufgabe zu betrauen. Und vernünftigerweise wurde beschlossen, daß man künftighin nicht nur Prüfungstermine anbieten wolle, sondern auch ein regelmäßiges Training, damit niemand unvorbereitet in die Prüfung gehen müsse. So entstand die Sportabzeichengruppe, eine echte Trainingsgemein-schaft für die ganze Familie.

Die organisatorische Leitung und die Prüfungen wurden Hans-Joachim Winkler übertragen. Helga Kuhlmann, die zu dieser Zeit eine Kinderturngruppe leitete, unterstützte ihn dabei. Sportabzeichen-Prüfungen finden in der Regel im Sommer statt, dementsprechend auch das Training. Aber sehr bald meldete die stetig wachsende Gruppe auch Bedarf für ein Wintertraining an. Von den wechselnden Übungsleitern, die zunächst zur Verfügung standen, seien vor allem Helmut Post, Dorothea Klüsche, Monika Henning und Rainer Pawlik zu erwähnen.

Um das Sportabzeichen zu erwerben, werden keine Höchstleistungen verlangt; aber manch einer, der die Prüfung so schnell mal nebenbei und unvorbereitet ablegen wollte, da er sich doch für einen guten Sportler hielt, ist dabei ganz schön eingebrochen. Es handelt sich eben um einen echten Vielseitigkeits-sport.

Erstaunlich schnell bildete sich eine Kerntruppe heraus, die Jahr für Jahr gemeinsam trainierte und die Prüfungen ablegte. 1989 legte man sich sogar ein entsprechend bedrucktes eigenes Trikot zu. Aber es kamen auch immer wieder neue Teilnehmer dazu, zumal es sich anfänglich um ein Angebot von Freizeitsport handelte, bei dessen Teilnahme nicht unbedingt die Vereinszugehörigkeit erforderlich war. Ca. sechzig Prüfungen wurden in jedem Jahr bestanden. Auch sportkameradschaftlich war Wachstum zu verzeichnen, obwohl die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr unterschiedlichen Alters waren.   Die Jüngsten waren etwa 8 Jahre alt, und einige     von den Ältesten hatten sogar die Siebzig schon überschritten.

Das Sportabzeichen gibt es in unterschiedlicher Ausführung für Schüler, Jugendliche und Erwach-sene. Bronze, Silber oder Gold geben Auskunft darüber, wie oft der Sportler die Prüfung bestanden hat. Die Altersflexibilität ermöglicht es eben, daß da wirklich mal einige oder gar alle Familienmitglieder gemeinsam Sport treiben können.

Alljährlich am Samstag vor dem 1. Advent findet in gemütlicher Kaffee- und Teerunde die feierliche Abzeichen-Verleihung statt. Da ist es nicht ungewöhnlich, daß Oma oder Opa neben dem Enkel sitzt, denn bereits ab acht kann man sein Schülersport-abzeichen erwerben und für das Erwachsenenabzei-chen gibt es keine Altersgrenze. Und alle freuen sich gleichermaßen über das Erfolgserlebnis.

Nach zehn Jahren gab Hans-Joachim Winkler die Leitung aus Altersgründen ab. Ulrich und Hanna Friede traten an seine Stelle. Ihnen gelang es, einige der Sportler aus der Kerntruppe zu bewegen, sich selbst um die Prüfungslizenz zu bemühen, so daß in diesem Bereich des Breitensportes die Kontinuität gewährleistet ist. Dem Ehepaar Friede ist es auch zu verdanken, daß sich inzwischen alle Sportabzeichen-Sportler zur Vereinsmitgliedschaft bekennen.

So verfügt die Turnabteilung der TSV mit ihrer Sportabzeichen-Gruppe über eine sehr aktive Brei-tensportgemeinschaft, die man eher in der Leichtathletikabteilung vermuten würde.

TSV Wander-Gruppe

Die Wander-Gruppe der TSV Heusenstamm stellt sich vor:

Am 21.03.1991 von Bruno Bergens gegründet, ist die Wander-Gruppe ein fester Bestandteil innerhalb der TSV Heusenstamm geworden. Sie besteht aus einem festen Kern von ca. 45 Personen, die regelmäßig an den Wanderungen und Fahrradtouren teilnehmen. Hinzu kommen Gastwanderer, die gerne gesehen und in dem Kreis aufgenommen werden. Bruno Bergens, der die Wander-Gruppe auf- und ausbaute, leitete diese bis zum Juni 1997; ab Juli 1997 übernahm Jürgen Hubrich diese Gruppe.

Was unternimmt die Wander-Gruppe?

Die erste Wanderung am 05.05.91 wurde, wie auch die nächsten Wanderungen, in der näheren Umgebung von Heusenstamm durchgeführt. Die als Tagestour geplanten Wanderungen finden nun schon seit Jahren auch in dem mit PKW oder Bus erreichbaren Umfeld wie Spessart, Odenwald, Taunus, Pfalz usw. statt. Diese in der Regel einmal im Monat stattfindenden Wanderungen finden großen Anklang, so dass im Durchschnitt ca. 30 Personen an jeder Wanderung teilnehmen.

Aber auch die Fahrradfahrer kommen nicht zu kurz. So findet einmal im Jahr für alle Interessierten neben der Wanderung eine Fahrradtour statt. Nicht zu vergessen ist auch der von der Wander-Gruppe ausgetragene Volkswandertag, der sich großer Beliebtheit erfreut und immer eine rege Beteiligung aufzuweisen hat.

Die herausragenden Wanderungen sind die Mehrtageswanderungen, die seit 1993 regelmäßig jedes Jahr stattfinden. So gab es Wandertouren 1993 in den Haßbergen, 1994 in Thüringen (Rhön), 1995 im Bayerischen Wald, 1996 in Thüringen (Rennsteig) und 1997 in der Vulkaneifel. An diesen Tagen ist immer was los, da nicht nur gewandert wird. Es finden auch Besichtigungen statt, Lichtbildervorträge stehen ebenso auf dem Programm wie Musik, Unterhaltung und Tanz (soweit die Beine da noch mitmachen.)

Und damit zur Geselligkeit:

So wurde z.B. nach Frankfurt-Sachsenhausen gewandert; im “Gemalten Haus” war im Anschluss daran gemütliches Beisammmensein. Per Bus gab es Touren in die Pfalz mit anschließender Weinprobe. In der Regel wurde während der Wanderung in einer Gastwirtschaft zu Mittag gegessen. In anderen Fällen verpflegten wir uns aus dem Rucksack oder kehrten nach der Wanderung zu Kaffee und Kuchen ein. Auch Nachtwanderungen mit Kerzenlicht standen auf dem Programm. Man sieht, in der Wander-Gruppe wird nicht nur gewandert! Am Ende eines jeden Jahres wird Einkehr gehalten mit Rückblick auf das alte Jahr und Vorschau auf die kommenden Ereignisse. Insgesamt wurden mehr als 6.300.km in 1997 erwandert; die Fahrradfahrer legten 900 km zurück. Die Wanderungen, Fahrradtouren und sonstigen Zusammenkünfte werden von verschiedenen Mitgliedern der Wander-Gruppe geplant, vorbereitet und organisiert. An dieser Stelle sei allen, die sich innerhalb der Wander-Gruppe so fleißig einsetzen, ein großes “Dankeschön” gesagt.

Wir, die Wanderer der TSV Heusenstamm, hoffen dass es so weitergeht in froher Wanderrunde wie bisher und freuen uns schon jetzt auf die 100. Wanderung in 1999!