Die Abteilung Judo kann in diesem Jahr auf eine 25-jährige Geschichte zurückblicken. Mit viel Engage-ment vonseiten der Mitglieder sind die Sportjahre der Abteilung gemeistert worden, die nicht immer ganz einfach waren. Nur dem ehrenamtlichen Einsatz von Trainern, Übungsleitern, dem Vorstand und vielen anderen Mithelfern ist die stabile Situation der Abteilung zu verdanken.

Heute haben wir einen Mitgliederstand von 95 Personen, davon über 80 % Kinder und Jugendliche. Es bestehen sechs Trainingsgruppen, die meistens zwei- bis dreimal die Woche trainieren und von fachkundigen Übungsleitern und Trainern betreut werden. Unsere jungen Judokas können sich leistungs-mäßig auf der Bezirksebene sehr gut behaupten. Hier werden jedes Jahr Plazierungen auf dem "Treppchen" erkämpft.

Im letzten Jahr haben wir aufgrund großer Nachfrage eine „Bambini-Gruppe“ gegründet, die auch schon Kinder vor sechs Jahren betreut. Bei den Jugend-lichen wird darauf geachtet, daß sie langsam und gründlich in die Vereinsarbeit mit einbezogen werden. So haben wir zum Beispiel für jede Jugend-Gruppe jugendliche Co-Trainer. Leider konnte für die Erwachsenengruppe in letzter Zeit kein externer Trainer gefunden werden.

Außerhalb des üblichen Trainingsbetriebes finden regelmäßige sowie spontane Aktivitäten statt. Die Kinder haben die Möglichkeit, bei Turnieren ihr Können zu testen. Prüfungen werden regelmäßig zweimal im Jahr abgehalten, die den Mitgliedern den Erwerb des nächst höheren Gurtgrades ermöglicht. Übernachtungswochenden in unserem Dojo, Wochendfahrten, Sommerfeste, Teilnahme an schulischen Veranstaltungen und mehr sind für uns keine Fremdwörter. Die finanzielle Situation ist gefestigt, obwohl die Miete und der Unterhalt unseres Dojos beträchtliche Ausgaben fordern. Auch ist unsere Judo-Halle in stark renovierungsbedürfigem Zustand. Wir hoffen, dass diesbezüglich bald etwas Entscheidendes geschehen kann.

Der jetzige Vorstand der Abteilung Judo besteht aus:

Abteilungsleiter                       Thomas Friede

Stellvertr. Abteilungsleiterin    Jutta Lurz

Kassenwart                      Roland Friede

Sportwartin                       Yvonne Engel

Schriftführerin                   Renate Auth

Jugendsprecher               Jan Holtey und

Beisitzerin                        Nora Enns

Der Werdegang der Abteilung:

1973

Gründung des Vereins unter der Leitung von Klaus Romminger. Name: Judo-Club-Do. Training in der Turnhalle der Otto-Hahn-Schule, die bald zu eng für den stetig wachsenden Andrang von Judokas wurde.

Dachverband: DVWS (Deutscher Verband waffenloser Selbstverteidigung).

Erster Trainingstag: 24. September 1973.

1974

Erste Teilnahme an einer Deutschen Einzelmeister-schaft (DVWS) in Neu-Isenburg, bei der   Gold-, Sil-ber- und Bronze-Medaillen sowie zwei vierte Plätze erreicht wurden.

1975

Trennung der Sparten Judo und Karate in zwei eigenständige Abteilungen.

Deutsche Meisterschaft (DVWS) in Offenbach: Unsere 24 Teilnehmer erkämpften sich 8 Medaillen.

Unter dem Motto „Gesunde Sportler denken an kranke Kinder“ der Aktion Sorgenkind zeigten die Judokas Vorführungen in der TSV-Halle. Nach der Veranstaltung konnten rund 2.700,- DM den Veranstaltern übergeben werden. Paul Prybill wurde als zweiter Trainer engagiert.

1976

Umzug in die angemietete Judo-Halle im Weiskircher Weg, unserem „Dojo“ bis heute, das in Eigenarbeit von den Mitgliedern als Holzbau aufgebaut wurde.

Trainingslager in St. Maxime (Frankreich). Tägliches Training dort unter Leitung von Judo-Meister Klaus Glahn.

Europameisterschaft (DVSW) in Ommen (Belgien) mit je einen 4., 5., 6. und 8. Platz.

Deutsche Einzelmeisterschaft (DVSW) in Neu-Isenburg: 4 erste und 2 zweite Plätze sowie 1 dritter Platz. Bundesturnier mit 4 ersten Plätzen.

Außer Kindergruppen gab es damals auch Jugend-Gruppen, Seniorentraining, Kampftraining, „Freies Training“, „Gruppe 35“. Schnell wachsende Mitglie-derzahlen und ständige Teilnahme an nationalen und internationalen Turnieren und Meisterschaften mit teilweise sehr guten Erfolgen.

Damaliger Mannschaftsarzt: Dr. Schmitt-Mohan, der oft die In- und Auslandsturniere begleitete.

1977

Ausscheiden des Trainers und Abteilungsleiters Klaus Romminger.

Bei den Süddeutschen, Deutschen und Europamei-sterschaften (DVWS) konnten gute Plazierungen erreicht werden.

1978

Die TSV - Judokas schließen sich dem Deutschen Judo - Bund (DJB) an.

Damit konnte man an den "offiziellen" nordhessischen, hessischen und südwestdeutschen Einzel-meisterschaften teilnehmen.

1979

Bei der Hessischen Einzelmeisterschaft erkämpften Martina Schreiner und Jutta Lurz den zweiten bzw. den dritten Platz.

Am Länderpokal der weiblichen Jugend nahm Martina Schreiner teil, nachdem sie sich für den Hessen-Kader qualifizieren konnte.

1983

Der Austritt einiger Leistungsträger führte zu geringerer Beteiligung an Turnieren und Meisterschaften. Dazu kamen Probleme mit ständig wechselnden Trainern.

1984

Einen ersten Platz bei der Hessischen Einzelmeister-schaft der Damen erreichte Jutta Lurz.

1987

Am „Tag des Judo“- vom DJB ausgeschrieben - stellten wir unsere Sportart den Besuchern des Einkaufs-zentrums "Alte Linde" mit großem Erfolg vor.

Wochenendlehrgang in Bromskirchen, Zeltwochen-ende in Allendorf für Erwachsenen und Jugendliche.

1988

Feier zum 15-jährigen Bestehen der Abteilung an der Grillhütte Martinsee.

Renovierung der Judo-Halle in Eigenarbeit (Holz-decke u. a.).

Bei der Hessischen Mannschaftsmeisterschaft wird der 3. Platz erkämpft.

1989

Zeltwochendende in Allendorf, Kinderfreizeit mit Übernachtung in Ober-Ramstadt.

1990

Die A-Jugend-Mannschaft mit Thomas Kern, Marc-Alexander Jantsch, Peter Hergert, Lars Hauer, Thomas Friede belegt den 1. Platz im Bezirk Frankfurt.

Thomas Friede (A-Jugend) erreicht bei den Südwestdeutschen Meisterschaften in Urmitz einen dritten Platz und nimmt an den Deutschen Meister-schaften teil.

Thomas Friede nimmt am Hessenpokalturnier der Bezirke und am Fünfländerturnier (3. Platz) teil.

Stefan Schmidt und Thomas Friede vertraten die Stadt Frankfurt bei der Städteolympiade in Stuttgart.

Martin Minx wurde durch phantastische Leistungen für die Oberliga-Mannschaft Darmstadt für die Kampfrunde 1991 verpflichtet.

Jutta Lurz und Martin Minx nahmen erfolgreich an der Prüfung für den 1. Dan (Schwarzgurt) teil.

1991

Yvonne Engel und Thomas Friede erwarben die Trainerlizenz.

Erstmals 90 Mitglieder.

Jugendfreizeit mit Übernachtung in unserem Dojo.

1992

Bei den Hessischen Einzelmeisterschaften erreichten Sven Wollscheid und Thomas Friede den 2. bzw. 3. Platz.

1993

Feier zum 20-jährigen Bestehen.

Unsere Herrenmannschaft mit Roland Friede, Stefan Schmidt, Martin Minx, Thomas Friede, Jürgen Rhein und Peter Knaak unter Trainer Werner Müller erreichte in der Kreisliga Gruppe Süd den 2. Platz.

Stefan Schmidt und Roland Friede erwarben die Übungsleiterlizenz.

1994

Sven Wollscheid wird Hessenmeister (B-Jugend).

1996

Teilnahme am Projekt „Nachmittag der Bewegung“ in der Otto-Hahn-Schule, an dem den Schülern verschiedene Sportarten vorgestellt wurden.

Auf große Nachfrage hin wird erstmals Judo für Kinder unter 6 Jahren angeboten: Die Bambinigrup-pe. Eine zweite Bambinigruppe wird im 2. Halbjahr gebildet. Da der Andrang zu groß für die bestehenden Verhältnisse ist, muß ein Aufnahmestop für die Bambinigruppen sowie für die Anfängergruppen verhängt werden.

1998

Feier zum 25-Jährigen Bestehen der Abteilung.

Abteilungsleiterin bis 1998: Martina Schreiner.